Mehr als Zahlen – Moderne Finanzplanung für Hotels

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Mehr als Zahlen – Moderne Finanzplanung für Hotels

Januar 25, 2017, In Fairmas Blog

Sind Sie für die Zukunft gerüstet? – Strategien und Instrumente für Hoteliers

„Mögest Du in interessanten Zeiten leben“ – selten zuvor traf dieses alte Sprichwort so zu wie heute, für manchen ist es fast schon ein Fluch, da jahrzehntelang gültige Dinge und Prozesse nicht mehr die erwarteten Ergebnisse bringen. So ist es eine der größten Herausforderungen für Hoteliers gegenwärtig, die sich vielfältig ändernden Rahmenbedingungen erfolgversprechend zu bewältigen.

Wie vorausschauend managen Sie?

Der klassische Blick in die Vergangenheit, um daraus die Zukunft abzuleiten, genügt nicht mehr. In Zeiten der Globalisierung ändern sich die ökomischen Rahmenbedingungen so schnell und drastisch, dass der Blick auf historische Zeiträume und alt bewährte Lösungsansätze kaum noch hilfreich ist. Proaktives Hotel-Management erfordert heute mehr denn je detaillierte Prognosen für die Umsatz- und Kostenentwicklung. Dabei bildet eine zukunftsorientierte Planung die Grundlage für Umsatzsteigerung und Kostenoptimierung.

Die Erstellung eines operativen Budgets für alle Abteilungen des Hauses ist ein wichtiger Grundpfeiler für das vorwärtsgewandte Management. Allerdings erfordern gerade die sich schnell wandelnden Bedingungen kurzfristige Kurskorrekturen. Mit der Erstellung des Jahresbudgets ist es also nicht getan. Regelmäßige Forecasts und der monatliche Abgleich mit den tatsächlich erreichten Ist-Zahlen sind ebenso wichtige Instrumente für Ihr proaktives Management. So wird erkennbar, ob Ihre Maßnahmen erfolgreich waren, und wo im operativen Alltag Möglichkeiten oder Risiken lauern.

Wie funktioniert moderne Finanzplanung für Hotels?

Der erste Schritt im regelmäßigen Forecastprozess ist die Umsatzprognose. Aktives Revenue-Management bietet eben nicht nur Möglichkeiten der Umsatzsteigerung durch Anpassung der Preis- und Belegungsstrategie. Dynamisches Channel-Management und Änderungen im Channel-Mix haben direkten Einfluss auf Ihre Distributionskosten und somit auf die Profitabilität. Dabei sollte im Revenue-Management immer ein Auge auf den Markt und die direkten Mitbewerber gerichtet sein, Benchmarking und Rateshopping sind hier die Instrumente der Wahl.

Der nächste Schritt ist die Kostenoptimierung. Ein Großteil der Kosten in der Hotellerie stehen in direkter oder indirekter Abhängigkeit zu Ihren Umsätzen. Regelmäßige Forecasts versetzen Sie in die Lage zu agieren, bevor Probleme auftreten. Dies gilt insbesondere für Personalkosten. Ist eine Periode mit niedriger Umsatzentwicklung absehbar, sollten rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Anpassungen der Dienst- und Urlaubsplanung sowie Neubewertung von möglichen Einstellungen oder Kündigungen sind die bewährten Stellschrauben im Bereich der Personalkosten.

Die Änderung der Investitionsplanung ist ein weiterer Bestandteil der Kostenoptimierung. Die Entscheidung, Investitionen zu tätigen oder zurückzustellen, liegt durch einen regelmäßigen Forecast oft auf der Hand.

Ein dritter Schritt ist eine aktive Liquiditätsplanung, die auf der Umsatz- und Kostenprognose aufbaut. Durch die zukunftsgerichtete Planung Ihrer Einnahmen und Ausgaben lassen sich im Vorfeld mögliche Engpässe in der Liquidität erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung treffen. Ein weiterer Ansatz kann die „Flow Through“-Analyse sein. Also die spannende Frage, welcher Prozentsatz Ihrer Umsätze in Gewinn umgewandelt wird und wie sich dieses Verhältnis zukünftig entwickelt.

Wie beeinflusst das alles den Alltag?

Die Erstellung regelmäßiger Forecasts muss nicht aufwendig sein. Es ist eher eine Frage der Managementphilosophie und des Selbstverständnisses des Hoteliers, ob die Bedeutung zyklischer Prognosen erkannt und umgesetzt wird. Softwareanwendungen erleichtern hier die Prozesse enorm und reduzieren zeitaufwändige manuelle Arbeit.